Verband Druck & Medientechnik beschließt Statutenänderung

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In der heute (Freitag 23.9.) abgehaltenen ao. Hauptversammlung hat der Verband Druck & Medientechnik mit der erforderlichen qualifizierten Stimmenmehrheit beschlossen, eine Statutenänderung durchzuführen. Infolge derer kann das Kollektivvertrags-Verhandlungsmandat nicht mehr ausgeübt werden.

Bereits vereinbarte Termine mit dem Sozialpartner wird der Verband, der diese Aufgabe seit 1896 innehat, weiterhin wahrnehmen, bis die Aberkennung der Funktion als Kollektivvertragspartner vom Bundeseinigungsamt offiziell bestätigt ist.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war, dass die unternehmerischen Risiken bei der Anwendung des bestehenden Kollektivvertrages (KV) im Hinblick auf das novellierte Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz unabwägbar sind.

„Wir als Vertreter für die Druckbranche können und dürfen die Verantwortung für diesen Kollektivvertrag nicht mehr übernehmen“, erklärt Verbandspräsident Gerald Watzal diesen Schritt. Der bestehende KV für das grafische Gewerbe behält bis auf Weiteres seine Gültigkeit; den DienstnehmerInnen entstehen durch diese Statutenänderung keine Nachteile.

Detaillierte Informationen kündigt der Verband für Montag, 26.9.2016, Nachmittag an.

Der Verband Druck & Medientechnik besteht seit 1872. Er ist die einzige umfassend und unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Insgesamt beschäftigen die Mitgliedsbetriebe in ihren Druckereien rund 8.600 Dienstnehmer, dies sind 63,3% der Beschäftigten in den Bereichen Druck und Medientechnik. Präsident ist der Salzburger Unternehmer Gerald Watzal, geschäftsführender Gesellschafter von Offset 5020.