Trendscout FESPA 2018

Die größte FESPA-Messe aller Zeiten zeigte die Druck-Trends von morgen

Die FESPA Global Print Expo 2018 fand vom 15. bis zum 18. Mai in Berlin statt. Mit über 20.000 Besuchern zeigte das viertägige Event die Bedeutung der Sonderdruckverfahren. Gezeigt wurden Siebdruck, Digitaldruck, Textildruck und viele andere Druckverfahren auf speziellen Materialien. Neben der Messe gab es eine Reihe von Informationsveranstaltungen, die zu aktuellen Themen informierten.

Wir haben für Sie wichtige Trends der FESPA Global Print Expo 2018 zusammengestellt:

Wellpappe wird digital

Der Digitaldruck ist dabei, sich ein weiteres Gebiet zu erobern: Wellpappe ist das Material, vom dem am meisten auf der FESPA die Rede war. Einige Hersteller demonstrierten in Berlin die heute erzielbare hohe Qualität und das breite Materialspektrum in diesem Bereich. Die heutigen Möglichkeiten bedeuten in Zusammenarbeit mit digitalisierter Endfertigung, dass leistbare Kleinstauflagen von Verpackungen möglich sind. Ein weiterer hochinteressanter und potentiell lukrativer Geschäftsbereich liegt bei personalisierten Verpackungen.

Asien ist der weltgrößte Wachstumsmarkt im Druckbereich

Die Bedeutung des asiatischen Marktes wurde schon im Vorfeld betont. Deutlich sichtbar waren auf der FESPA Hersteller von Geräten und Materialien aus Südostasien und China. Gerade chinesische Unternehmen waren sichtbar aktiv auf der Suche nach Vertriebspartnern in Europa. Analysten sagen für Asien die höchsten Wachstumswerte im Bereich Digitaldruck voraus. Für europäische Drucker bedeutet dies: Strategisch denken, Nischen finden!

 Print wächst in vielen Bereichen

Ein großes Thema der Messe in Berlin war der Textildruck. Hier wurde gezeigt, wie jede Art von Stoff mit konventionellen und digitalen Methoden verarbeitet werden kann. Doch auch in vielen anderen Bereichen zeigen sich erweiterte Einsatzmöglichkeiten von Digitaldruck: beispielsweise bei Fliesen, Kork, Gläsern, Autobeklebungen oder Metallen.

Umweltschutz

Die Bedeutung des Umweltschutzes wird aus Sicht der Produzenten wichtiger, obwohl die Nachfrage der Konsumenten nach wie vor verhalten scheint. Der Trend zeigt sich aber beispielsweise bereits im Inkjet-Druck: Hier lösen umweltfreundliche Technologien auf Wasserbasis langsam die klassischen Lösemitteltechnologien ab. „Langsam“ bedeutet aber, dass mit einer Übergangsfrist von mehreren Jahren zu rechnen ist, die Entwicklung ist hier eher evolutionär.

Auch im Bereich Textildruck zeigte beispielsweise EFI mit einer Pigment-Farbe, wohin die Reise aus Umweltüberlegungen gehen kann. Der Prozess basiert auf Polymerisation und reduziert den Wasser- und Energieverbrauch. Das bedruckte Material ist ohne Vorwaschen oder Dampfbehandlung direkt einsatzfähig.

Automatisierung im Digitaldruck-Finishing ermöglicht neue Geschäftsmodelle

Digitaler Druck ist immer nur so leistungsfähig wie die Endfertigung. Im Bereich der Automatisierung zeigte die FESPA einen großen Entwicklungsschritt der Hersteller. Auch die Flexibilität bei den Materialien ist größer geworden. Verarbeitet werden können heute neben Papier oder Karton auch z. B. Wellpappe, Faltschachteln, Vollpappe, Schaumstoff, Holz oder Kunststoffe.

Damit ist es heute in vielen Bereichen möglich, durch komplett automatisierte Prozesse im Bereich Endfertigung komplexe Kleinauflagen nicht nur zu drucken, sondern danach auch kostengünstig zu schneiden, rillen, falzen, lasern usw.

Weitere Informationen finden Sie auf FESPA Berlin Website.

Fotografische Eindrücke von der FESPA Berlin 2018:

© Verband Druck & Medientechnik / Handler

BLOG POSTS

ADRESSE

Grünangergasse 4,
1010 Wien
Tel: +43 (0)1-512 66 09
Fax: +43 (0)1-513 28 26-19

MITGLIEDER-LOGIN