Probleme im Entstehen lösen

Nadine Werle arbeitet bei der burgenländischen Leykam Holding in der Versandabteilung. Dem druck & medien Magazin erzählt sie über Zeitdruck, Aufgeschlossenheit und den Blick über den Tellerrand.

Nadine Werle hat ihr neues berufliches Zuhause bei Leykam auf heutzutage schon „klassischem“ Wege gefunden: Sie war auf Jobsuche und stieß im Internet auf eine Stellenausschreibung des zukünftigen Arbeitgebers.

Schon vor ihrer Anstellung als Versandmitarbeiterin sammelte sie einschlägige Erfahrung. Nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung zur Speditionskauffrau und Logistikerin arbeitete sie bis Ende letzten Jahres in einer Spedition. Vergangenen Februar kam dann der Wechsel.

Doch was sind denn so die Hauptaufgaben in der Versandabteilung eines großen Unternehmens? „Wir organisieren alle Produkttransporte – Magazine, Beilagen, Flyer etc. – von der Zentrale im burgenländischen Neudörfl zu den jeweiligen Empfängern. Dabei erstellen wir die Versanddokumente wie Lieferscheine oder Zollrechnungen. Auch für die Dokumente zu den jeweiligen Paletten sind wir verantwortlich. Hier müssen wir sicherzustellen, dass sie die richtigen Maße und die korrekte Stückzahl aufweisen.“

Zeitdruck statt Sommerloch

Die größte Herausforderung im Expedit ist für Nadine Werle der Zeitdruck: „Die Ware muss termingerecht geliefert werden. Da die von uns produzierten Magazine einen fixen Erscheinungstermin haben, müssen diese zu den vorgegebenen Zustellterminen bei den Empfängern sein. Wenn zu spät angeliefert wird, erscheint das Magazin auch nicht zeitgerecht. Das hieße unzufriedene Kunden.“

Als aufgeschlossener Mensch schätzt Werle an ihrer Arbeit besonders, dass sie mit vielen verschiedenen Menschen kommunizieren muss und in stetem Kontakt zu Frächtern und Kollegen steht. „Die Ferienzeit kommt mir da nicht so entgegen, im Sommerloch ist einfach nicht so viel los“,

meint die Versandexpertin auf die Frage nach den weniger spannenden Seiten des Jobs.

Die Abteilung ist generell sehr ausgeglichen, auch was das Geschlechterverhältnis betrifft. Drei Frauen und drei Männer arbeiten im Versandteam, und Nadine Werle hatte bisher nie das Gefühl, als Frau Vorteile zu genießen oder auch benachteiligt zu werden. „Ich bin ein sehr aufgeschlossener und redefreudiger Mensch. Wenn mir etwas nicht passt, spreche ich das direkt an, so werden Probleme schon im Entstehen gelöst.“

Durch ihre natürliche Aufgeschlossenheit zeigt Werle auch Neugier und berufliches Interesse über den Tellerrand des Expedits hinweg: „Mich interessiert auch besonders das Auftragsmanagement, da dort die Vorbereitungsarbeiten für unsere Abteilung stattfinden. All die Zahlen, Daten und Informationen, die wir für unsere Arbeit benötigen, werden dort gesammelt. Außerdem kommuniziert das Auftragsmanagement direkt mit den Kunden.“

Es geht um Technik, nicht um Kraft

In einem Druckunternehmen gibt es viele verschiedene Arbeitsbereiche, trotzdem sind Frauen in einigen davon unterrepräsentiert. Nadine Werle glaubt, es müsste hier einfach mit falschen Vorstellungen aufgeräumt werden: „Viele Frauen und Mädchen schreckt es vielleicht ab, neben oder mit schweren Maschinen zu arbeiten. Die meisten verbinden das mit viel Kraftaufwand, dabei geht es nicht nur um reine Kraft – es ist auch viel Technisches dabei. Ich denke, man muss Mädchen schon in jungen Jahren technische Berufe schmackhafter machen. Geeignet sind sie dafür ja genauso.“

 

Leykam
Die Leykam Druck GmbH, deren ursprüngliche Geschichte bis ins Jahr 1585 reicht, ist Teil der Let‘s Print Holding AG mit Sitz in Neudörfl im Burgenland. Rollenoffsetdruck bildet das heutige Kerngeschäft der LEYKAM Let‘s Print-Gruppe, die zu einem österreichischen Konzern internationaler Dimension angewachsen ist. Mit einem Schwerpunkt auf Zentral- und Osteuropa bietet das Unternehmen seinen Kunden sämtliche Serviceleistungen rund um das Thema Druck.

www.leykamletsprint.com

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