“Klimaneutral Drucken” mit dem CO₂-Zertifikat - klimaneutral gedruckt ID-Nr. 1111772

“Klimaneutral Drucken” mit dem CO₂-Zertifikat

Umweltschutz ist Kunden heutzutage wichtiger denn je. Das Thema spannt sich über jegliche Bereiche: Geschäfte haben von Plastik- auf Papiersäcke umgestellt, Energiesparlampen tauschen Platz mit Glühbirnen, Bio-Produkte boomen. In der Druckbranche trägt der CO₂-Klimarechner zur nachhaltigen Verankerung des Klimaschutz bei. Hinter „klimaneutral Drucken“ steckt viel mehr, als viele wissen.

Bei der Produktion von Druckerzeugnissen entstehen CO₂-Emissionen. Das ist kurzfristig gesehen nicht zu vermeiden. Was jedoch möglich ist: Die entstandene Menge an CO₂ kann durch Investitionen in anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. Kunden schätzen aufgrund des steigenden Umweltbewusstseins diesen Ausgleich zur Klimaneutralität, Druckereien beweisen dadurch ihre Beratungskompetenz. Eine Win-win-Situation für Umwelt, Agentur und Druckerei.

 

Hinter “klimaneutral Drucken” und dem damit verbundenen Zertifikat stecken konkrete Projekte. Unsere Kunden sind stolz darauf und wir zufrieden, dass wir sie unterstützen können.
Christian Janetschek, Druckerei Janetschek GmbH

Wie viel CO₂ entsteht bei meinem Druckauftrag?

Die Frage der Kunden ist berechtigt. Die Antwort kann eine Druckerei nur geben, wenn sie ein CO₂-Berechnungssystem hat. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eines, dass sich durch seinen hohen Qualitätsanspruch abhebt, ist der Klimarechner des Verband Druck & Medientechnik. Seine Grundlage beruht auf der Empfehlung der ISO Norm 16759/2013, welche die Anforderungen an die Kompensation definiert. Mit dem Klimarechner können Druckereien die Treibhausgasemissionen ihrer Druckprodukte ermitteln und in weiterer Folge freiwillig durch streng geprüfte CO₂-Zertifikate neutralisieren. Das Umweltprojekt, in das investiert wird, kann der Kunde selber aussuchen. Neben Projekten, die von österreichischen Organisationen durchgeführt werden, gibt es auch eine Reihe von Projekten von international agierenden Unternehmen, die ebenfalls eine hohe Projektqualität aufweisen (WWF Gold Standard).

 

Wir tun einfach Gutes und reden darüber – mit dem Klimarechner können wir die vermeidbaren CO₂-Emmissionen schnell berechnen, unseren Kunden vorlegen und mit ihnen die nächsten Schritte für nachhaltigen Klimaschutz festlegen.
Michael Wachter, Estermann Druck GmbH

 

Derzeit nutzen 15 Druckereien den Klimarechner des Verbandes. Seit 2016 konnte durch “klimaneutral Drucken” eine Menge von 1.522 Tonnen CO₂-Emmissionen kompensiert und somit zum Klimaschutz beigetragen werden.

Das Siegel Print CO2 geprüft steht für umweltbewusste Produktion.

Der Umweltgedanke beim Drucken – “klimaneutral Drucken”

Was macht die österreichische Druckbranche im Bereich Klimaschutz? Neben der Klimainitiative setzen die Druckereien auf eine freiwillige CO₂-Kompensation, die Teilnehmer am Klimaschutzprojekt werden einmal pro Jahr einem Audit unterzogen.

Die Klimainitiative der Druckbranche hat das Ziel, den Klimaschutz in den Betrieben nachhaltig zu verankern, den betrieblichen Ressourcen- und Energieeinsatz laufend zu analysieren und die Energieeffizienz zu verbessern. Schadstoffe und Treibhausgase sollen vermieden und reduziert werden. Druckereien in Österreich können aufgrund der Teilnahme an der Klimainitiative ihre umfassende Orientierung für den Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit dokumentieren, sie tragen die Auszeichnung „Print CO₂ geprüft“.

Freiwillige CO₂-Kompensation und deren Sicherung

Die mit einem Druckauftrag verbundenen CO₂-Emissionen werden mit Hilfe eines CO₂-Rechners genau bestimmt. Kunden der Druckereien können einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, indem sie ihre Drucksachen, bei deren Druck die unvermeidbaren CO₂-Emissionen kompensiert werden, in Auftrag geben. Ein anerkanntes, hochwertiges Emissionsminderungszertifikat würdigt diesen Umweltgedanken. Die Zertifikate sind in der Zertifikatsdatenbank abrufbar. Kunden erhalten so die Sicherheit, dass bei der Kompensation alles korrekt abgelaufen ist und der Verband Druck & Medientechnik den Vorgang geprüft hat.

Kann man dem CO₂-Rechner vertrauen?
Der CO₂-Rechner der Druckverbände hat durch die Konzentration auf die Druckbranche und die umfassende Erfassung der Betriebsdaten eine sehr hohe Qualität und Plausibilität. Er erfüllt nicht nur die Anforderungen der ISO 14040 und 14044 (Ökobilanzen), sondern auch bereits jetzt die Vorgaben der in Arbeit befindlichen Normen ISO 14067 (Carbon Footprint) und darauf aufbauender Standards. Die hohe Qualität des CO₂-Rechners wird durch das jährliche Audit sichergestellt; Kunden können sich darauf verlassen, dass die Daten nicht willkürlich eingegeben werden können, sondern laufend auf Ihre Richtigkeit geprüft werden.

Umwelt-Strategie für Ihre Druckerei

Der Verband Druck & Medientechnik hilft seinen Mitgliedern bei der konkreten Umsetzung mit Vorschlägen für branchentypische Projekte. Im Rahmen einer Erstberatung werden die notwendigen Betriebsdaten für den CO₂-Rechner erhoben. In einem Inhouse-Seminar werden der Verkaufsinnendienst im Umgang mit dem Rechner geschult und Verkaufsaußen- und -innendienst mit Hintergrundinformationen zum Klimaschutz und Verkaufsargumenten für den CO₂-Rechner vertraut gemacht.

Über den Verband Druck & Medientechnik

Der Verband Druck & Medientechnik besteht seit 1872. Er ist die einzige unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Der Verband vertritt mehr als 200 Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum internationalen Konzern. Präsident ist Gerald Watzal.

Grafik: bvdm