Was der Brexit für die DSGVO bedeutet

Beitragsbild Brexit DSGVO, c pixabay

Der Brexit kann hinsichtlich der Einhaltung der DSGVO relevant werden, wenn Sie personenbezogene Daten nach Großbritannien übermitteln oder Unternehmen aus Großbritannien Zugriff auf diese personenbezogenen Daten haben.

Das kann vor allem passieren, wenn Sie Programme aus Großbritannien benutzen (z. B. Apps oder Marketingtools) oder mit einem Dienstleister aus Großbritannien zusammenarbeiten. In solchen Fällen wird es vorkommen, dass Daten von Kunden, Interessenten oder Websitebesuchern in Großbritannien verarbeitet werden.

In all diesen Fällen drohen Datenschutzverstöße, wenn Großbritannien durch den Brexit zu einem datenschutzrechtlich unsicheren Drittland wird. Allerdings wird dies erst nach der Übergangsphase eintreten.

In der Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 wird Großbritannien nämlich zunächst aus Datenschutzsicht zu einem Drittland. In der Praxis hat das aber vorläufig keine Auswirkung, da sich Großbritannien verpflichtet hat, die DSGVO einzuhalten. Auf Basis einer vertraglichen Vereinbarung mit der EU wird Großbritannien weiterhin wie ein EU-Land behandelt.

Nach dieser Übergangsphase hängt es von vielen Faktoren ab, wie sich die Rechtssituation entwickeln wird.

DSGVO x Brexit: Was ist jetzt zu tun?

Es empfiehlt sich, bereits jetzt das Verarbeitungsverzeichnis durchzusehen und Datenverarbeitungen und Datenübertragungen nach Großbritannien zu identifizieren, um nach der Übergangsphase die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus Großbritannien korrekt zu definieren.

DSGVO-Fahrplan 2020

Den DSGVO-Fahrplan für Anfang 2020 wurde um den Umgang mit britischen Daten erweitert. Sie können diesen nach wie vor im Mitgliederbereich in der Rubrik “EU-DSGVO” herunterladen.

Grafik “Krone” © pixabay