Dem Kunden ein Partner sein

Das Salzburger Familienunternehmen Samson Druck wird in bereits dritter Generation geführt. Lisa Aichhorn ist das jüngste Familienmitglied und zuständig für Marketing und Kommunikation. Das druck & medien Magazin befragte sie über ihren Weg in den Familienbetrieb, die Positionierung am Markt und die Vielfalt der Berufe im Druckgewerbe.

Sie haben an der Graphischen das Kolleg Druck- & Medientechnik absolviert und danach an der FH Wien Unternehmensführung studiert. Was hat Sie im Anschluss motiviert, in den Familienbetrieb einzusteigen?

Meine Familie ist seit Generationen in der Druckbranche. Bereits als Kind habe ich am liebsten „Büro“ gespielt, mir alles Mögliche aus Papier gebastelt und seit ich mich erinnern kann Zeit in unserer Firma verbracht. Meine ganze Ausbildung und Entwicklung hat sich immer rund um das Thema Papier, Druck, Daten, Kreativität, Gestaltung, Personal und Marketing gedreht – der logische Schritt war der Einstieg ins Familienunternehmen.

Sie sind im Betrieb unter anderem fürs Marketing zuständig. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen der Branche und welche Lösungsstrategien haben Sie dafür?

Jede Branche kämpft mit Herausforderungen. Für uns war zuletzt die Digitalisierung eine Umstellung und eine neue Chance. Die Branche hat sich gewandelt, Produkte werden dort gemacht, wo das Kosten-Nutzen-Verhältnis am Größten ist. Es geht heutzutage darum, ein Partner für seine Kunden zu sein und nicht nur „der Lieferant“ – gemeinsam tolle Produkte zu entwickeln und zu realisieren. Daher entwickeln wir uns ständig weiter.

Wie geht es Ihnen als Frau in der Branche? Können die Männer von den Frauen etwas lernen?

Ich denke, als Frau in der Druckbranche geht es mir nicht anders als Frauen in einer anderen Branche. Wichtig ist es, sowohl den Mitarbeitern als auch den Kunden Beständigkeit zu bieten, Verlässlichkeit zu zeigen und niemals die Neugierde zu verlieren.

Jeder Mensch kann von einem anderen lernen, egal ob Mann oder Frau – Menschen sind verschieden und so auch ihre Persönlichkeiten, ihre Stärken und Schwächen. Ich denke, das sollte man nicht nach Geschlecht pauschalisieren.

Wie ist die Verteilung von Frauen und Männern in Ihrem Unternehmen?

Insgesamt haben wir einen Frauenanteil von ca. 27 %. Gerne hätten wir einen höheren Anteil, jedoch ist vielen Menschen nicht bewusst, welche unterschiedlichen Aufgabenbereiche abgesehen vom „Drucker“ in einer Druckerei warten: Projektmanagement, IT, Marketing, Qualitätsmanagement und vieles mehr. Kreativität ist in jeder Abteilung gefragt, Spaß an Technik, handwerkliches Geschick … Ideen gemeinsam mit Kunden umsetzen und danach das fertige Produkt in den eigenen Händen zu halten ist ein tolles Gefühl. Die Möglichkeiten sind sowohl für Männer als auch für Frauen sehr vielfältig, und das sollte mehr in die Öffentlichkeit getragen werden.

Werden Sie einmal in die Fußstapfen Ihres Vaters treten und die Geschäftsführung übernehmen? Was ist Ihnen dann wichtig?

Mein Vater und ich teilen uns derzeit die Aufgaben. Dabei wird es auch noch ein paar Jahre bleiben – noch ist er ja nicht im Pensionsalter. Ich lege aber auch schon jetzt Wert auf die Balance zwischen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern. Es braucht klare Ziele und eine offene Unternehmenspolitik, in der Probleme angesprochen werden können und alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

 

Samson Druck
Samson Druck wird als Familienunternehmen in bereits dritter Generation geführt. Vor rund 40 Jahren begann der Druckbetrieb auf einer Fläche von 200 m², heute arbeiten rund 110 Mitarbeiter auf über 6.000 m² in St. Margarethen im Lungau für nationale und internationale Kunden. Beratung, Druck, Veredelung, Buchbinderei, Adressverwaltung, Mailservice und weltweiter Versand werden aus einer Hand geboten.

www.samsondruck.at

Foto © Samson

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