Druckerei produziert Plexiglas in der Coronakrise

Beitragsbild Plexiglas GreenPrint, c ORF

GreenPrint Osttirol produziert Plexiglasscheiben

Plexiglasscheiben für Betriebe zum Schutz vor Coronaviren: Jetzt setzt auch unser Mitglied, die Druckerei GreenPrint Osttirol – wie auch bereits weitere Druckereien -, diese Idee in die Tat um. Die Produktion von Drucksachen wurde kurzer Hand auf die Produktion von Plexiglasscheiben umgestellt. Ein motivierendes Beispiel in Zeiten der Krise.

Letzte Woche gab es dazu in Tirol Heute einen Beitrag – noch 3 Tage unter diesem Link einsehbar:
Tirol Heute | Druckerei produziert Plexiglas 

Peter Ortner, GreenPrint, Beitrag Plexiglas

Anbei das Transkript des Beitrags:

Viele Unternehmen gehen derzeit Aufträge verloren, Betriebe stehen still.

Tiroler Firmen versuchen aber gerade in Zeiten wie diesen, erfinderisch zu bleiben. Sie ergreifen Initiativen und nützen vorhandene Ressourcen für die Herstellung dringend benötigter Produkte. Ein Beispiel dafür ist eine Druckerei in Lienz. Weil das Kerngeschäft stillsteht, ist der Betrieb kurzfristig auf die Produktion von Plexiglasscheiben für Geschäfte umgestiegen.

In diesem Geschäft in Ainet muss sich jetzt die Postpartnerin keine Sorgen mehr machen, wenn sie den Geschäftsverkehr abwickelt. Stefan Ortner liefert eine Plexiglasscheibe zum Schutz. Das ist ungewöhnlich, denn eigentlich hat er ja eine Druckerei:

„Anwendungen haben wir uns gedacht ist der Lebensmittelhandel, Apotheken, Ärzte, Postschalter. Alles was jetzt noch offen und Kundenkontakt hat.“

Normalerweise arbeiten hier fünf Mitarbeiter an ökologischen Druckwerken. Seit der Coronakrise steht die Druckerei aber still. Da kam die Idee mit dem Laserschneider.,

„Wir haben unsere Maschinen angeschaut und die Überlegung war, was können wir mit denen machen: Plexiglas. Wir können das mit dem Laser bearbeiten und da das Thema Spuck- und Tröpfchenschutz einfach ansteht, haben wir gesagt mit einfachen Schnitten können wir sehr schnell Hilfe anbieten.“

Eigentlich werden hier also Drucksorten zugeschnitten und bearbeitet. Jetzt wurde dem Laser der Befehl gegeben, umzusatteln. Aus Plexiglas werden die Schutzscheiben in allen Größen produziert.

„Im Prinzip wird mit dem Laserstrahl eine Plexiglasscheibe mit 6 mm zugeschnitten, mit zwei Füßen die zusammengesteckt werden. Dann kann das Teil sofort eingesetzt werden indem man es hinstellt. Man hat eine Durchreiche, kann dort Sachen durchgeben von Produkten, Briefen, Medikamenten, Rezepten, was auch immer. Gerade in der jetzigen Zeit ist das ideal zum einsetzen und sehr sehr schnell verfügbar.“

Die individuellen Wünsche wie Form und Größe können per E-Mail ausgetauscht werden. Für alles gibt´s eben einen Weg. In Zeiten wie diesen heißt´s: erfinderisch sein.

„Den Kopf in den Sand stecken wäre jetzt komplett das Falsche. Es braucht neue Ideen und es ist auf jeden Fall auch Optimismus angebracht, es gibt auch eine Zeit nach Corona und da geht´s dann wieder weiter. Wir haben schon Anfragen für viele Sachen. Ich bin überzeugt, wir kriegen des rüber.“

Und so kann sich die Mitarbeiterin im Geschäft wieder sicher fühlen und sogar die unangenehme Schutzmaske abnehmen.

Über den Verband Druck & Medientechnik

Der Verband Druck & Medientechnik besteht seit 1872. Er ist die einzige unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Der Verband vertritt mehr als 200 Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum internationalen Konzern. Präsident ist Gerald Watzal.

Fotos © ORF Tirol