Corona-Aktuelles: Wichtige Links & aktuelle Informationen

Corona Aktuelles Beitragsbild, c pixabay

Mitglieder-Hotline

Der Verband Druck & Medientechnik bietet Unterstützung für alle Mitglieder, unter der Hotline 01 / 512 66 09 von Montag bis Donnerstag 08:00 – 18:00 Uhr und Freitag 09:00 – 14:00 Uhr

Tipps und Auskünfte von unserem Experten Christian Handler zu den Themen Arbeitsrecht, Betriebswirtschaft, Förderansuchen, Unterstützungen

Corona-Kurzarbeit

Ab 1. Juni 2020 gilt eine neue Sozialpartnervereinbarung für die Corona-Kurzarbeit. Diese kommt bei Erstanträgen zur Kurzarbeit oder bei allen Verlängerungsanträgen ab dem vierten Kurzarbeitsmonat ab 1. Juni zur Verwendung.
Neues vereinfachtes Verfahren

  • Sie schließen eine neue Kurzarbeitsvereinbarung ab, entweder mit dem Betriebsrat durch eine Betriebsvereinbarung oder mit Einzelvereinbarungen, wenn kein Betriebsrat vorhanden ist.
  • Die abgeschlossenen Vereinbarungen werden direkt an das AMS übermittelt (über das e-AMS-Konto)
  • Die Wirtschaftskammer stimmt den Vereinbarungen pauschal zu. Das AMS informiert den ÖGB, der sich die Prüfung der Vereinbarungen binnen 48 Stunden vorbehält.
  • Bestehen kein Einwand des ÖGB und keine Mängel, bewilligt das AMS den Antrag. Ansonsten ergeht ein Verbesserungsauftrag an das Unternehmen.

Abrechnung Mai

Die Mai-Löhne sollten Unternehmen in Kurzarbeit noch entsprechend der Handlungsempfehlung der Sozialpartner abrechnen [Mehr…]

WKO: Neue Betriebsvereinbarung und neue Einzelvereinbarung

Weitere Informationen

WKO: Anlaufstelle für Unternehmen
AMS: Infoseite Kurzarbeit

  1. Kann man nach Vereinbarung einer konkreten Kurzarbeit mit dem AMS den Umfang der Kurzarbeit wieder ändern?
  2. Wie funktioniert die Kurzarbeit in der Umsetzung, wie können die Stunden im Betrachtungszeitraum verteilt werden?
  3. Was ist, wenn ein Mitarbeiter während der Kurzarbeit doch mehr arbeitet als vorhergesehen?
  4. Was passiert bei aktuellen Gleitzeitvereinbarungen?
  5. Was ist zu bezahlen bei Krankenstand von Mitarbeitern?
  6. Was ist zu bezahlen bei Krankenstand von Mitarbeitern?
  7. Was ist zu tun, wenn während des Kurzarbeitszeitraum eine geplante Lohnerhöhung fällig wird?
  8. Wie hoch ist die Höhe der Sonderzahlung?

 

Die Antworten zur Corona-Kurzarbeit sind für unsere Mitglieder im geschützten Mitgliederbereich aufrufbar. Zum Login

Rechtliche & betriebswirtschaftliche Fragestellungen

Der Fixkostenzuschuss ist eine nicht rückzahlbare Unterstützung für Unternehmen aller Größen, mit der die bei Umsatzeinbrüchen weiter laufenden Fixkosten zum Teil unterstützt werden, wenn der Umsatzeinbruch durch Covid-19 mehr als 40 % beträgt. Der Fixkostenzuschuss kann seit 20. Mai 2020 über FinanzOnline beantragt werden und wird am sinnvollsten vom eigenen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer eingebracht, weil die Höhe der Umsatzausfälle und Fixkosten durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen sind.

Die wichtigsten Eckpunkte

Im Zeitraum von 16. März bis 15. September 2020 können Zuschüsse für bis zu drei Monate gewährt werden:

  • Quartalsweise: das 2. Quartal 2020 wird mit dem entsprechenden Quartal des Vorjahres verglichen.
  • Monatsweise: aus sechs Monaten zwischen 16. März und 15. September sind drei zeitlich zusammenhängende Monate auszuwählen.
  • Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem Umsatzausfall.
    Es werden ersetzt:
    25 % der Fixkosten bei einem Umsatzausfall von 40 – 60 %,
    50 % der Fixkosten bei einem Umsatzausfall von 60 – 80 %
    75 % der Fixkosten bei einem Umsatzausfall von über 80 %

Die dabei als Fixkosten geltenden Aufwände sind aufgezählt: Dazu gehören neben Miete und Pacht auch Strom, Gas und Telekommunikationskosten und ein angemessener Unternehmerlohn bei einkommensteuerpflichtigen Unternehmen.

Die Voraussetzungen für die Beantragung wurden ebenso geregelt. Neben einem Unternehmenssitz und der wesentlichen operativen Tätigkeit in Österreich dürfen unter anderem weder Boni noch Dividendenzahlungen getätigt werden. Die Höhe der Umsatzausfälle und Fixkosten sind durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen.

Andere Förderungen, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise stehen (z.B. der Härtefall-Fonds), werden beim Zuschuss angerechnet – ausgenommen davon ist die Kurzarbeitsbeihilfe. Die Beantragung der ersten Tranche erfolgt ab sofort über FinanzOnline

  • Die Auszahlung erfolgt insgesamt in bis zu drei Tranchen.
  • Die zweite und dritte Tranche kann ab 19. August bzw. 19. November 2020 beantragt werden.
  • Jede Tranche beträgt höchstens ein Drittel des Gesamtzuschusses.
  • Liegen alle notwendigen Daten vor, kann der gesamte Fixkostenzuschuss und der Wertverlust saisonaler Ware bereits mit der zweiten Tranche beantragt werden.
  • Der Fixkostenzuschuss ist nicht zu versteuern, er reduziert jedoch die abzugsfähigen Aufwendungen im betreffenden Wirtschaftsjahr, da diese teilweise ersetzt wurden.

Mehr Informationen

BMF: Corona-Hilfspaket der Österreichischen Bundesregierung
WKO: Corona-Hilfspaket für die Wirtschaft

Foto: pixabay