Bundeseinigungsamt bestätigt Antrag des Verband Druck & Medientechnik

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Rücklegung des KV Mandats damit rechtskräftig

Juni 2017: Das Bundeseinigungsamt ist der Argumentation des Verband Druck & Medientechnik gefolgt, der mit der erforderlichen qualifizierten Stimmenmehrheit im September 2016 seine Aufgabe als Kollektivvertrags-Verhandlungspartner zurückgelegt und dies in seinen Statuten festgehalten hat. Mit dem Bescheid des Bundeseinigungsamtes ist dieser Schritt rechtskräftig.

Grund für die Zurücklegung des KV-Mandats war die Rechtsunsicherheit, die durch die Novelle des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes entstanden ist. „Durch missverständliche Formulierungen sowie unzählige Zusatzbestimmungen und Ausnahmen war der Kollektivvertrag zu einem nicht mehr tragbaren Risikofaktor für die Druckereien geworden, da seit Jänner auch kleinste Auslegungsspielräume zu massiven Strafen führen können. Mit dem positiven Bescheid des Bundeseinigungsamtes öffnen wir den Weg für klare Arbeitsbedingungen und mehr Rechtssicherheit für die Druckbranche“, betont der Präsident des Verband Druck & Medientechnik, Gerald Watzal.

Der Kollektivvertrag für das grafische Gewerbe geht damit unter. Bereits bestehende Regelungen im Rahmen eines Dienstverhältnisses gelten solange weiter, bis Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine neue Vereinbarung treffen. Die Arbeitgeber müssen dabei die allgemeinen, österreichweit für alle Branchen gültigen Bestimmungen des Arbeitsrechtes einhalten, wie z.B. des Arbeitszeitgesetzes oder des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes.

Verband Druck & Medientechnik: Beratungspaket für Mitglieder

Der Verband Druck & Medientechnik unterstützt seine Mitglieder in dieser Umstellungsphase bestmöglich. Ein Team von Arbeitsrechtsexperten einer Wiener Rechtsanwaltskanzlei wurde engagiert, um den Unternehmen bei der Identifizierung von sozial- und lohndumpingrelevanten „Fallstricken“ behilflich zu sein, um damit auf betrieblicher Ebene Rechtssicherheit zu schaffen. Präsident Watzal hält fest: „Wir stehen unseren Betrieben bei diesem Schritt intensiv beratend zur Seite. Wir haben eine der österreichischen Top-Rechtsanwaltskanzleien im Bereich Arbeitsrecht engagiert. Diese wird die Unternehmen individuell beraten. Diese für unsere Mitglieder exklusive Beratungsleistung unterstützen wir auch finanziell.“

Der Verband Druck & Medientechnik besteht seit 1872. Er ist die einzige umfassend kompetente und unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Der Verband vertritt mehr als 200 Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum internationalen Konzern. International ist er in der FESPA (Federation of European Screen Printers Associations) und Intergraf organisiert. Präsident ist Gerald Watzal, geschäftsführender Gesellschafter von Offset 5020 in Salzburg.