Branchenbarometer: der FESPA Print Census

FESPA Print Census: Executive Summary

Der FESPA Print Census gilt als wichtiges Branchenbarometer, das Anbietern und Druckdienstleistern hilft, die Entwicklung der Märkte in wichtigen Segmenten der Druckbranche zu verstehen.

DatenbasisDie Datenerhebung für den aktuellen Print Census begann im Januar 2017 und endete im Dezember 2017. Teilgenommen haben über 1.400 Befragte aus 102 Ländern. Die Befragten aus den top 10 Ländern repräsentieren 61 % der gesamten Antworten in der Umfrage und stammen vor allem aus Europa. FESPA-Mitglieder machen 24% der Gesamtantworten aus. Die Umfrageteilnehmer repräsentierten eine breite Palette von grafischen und industriellen Bereichen, deren Hauptgeschäft sich auf das Drucken konzentriert.

Die Branchensegmente wurden weiter in Geschäftsbereiche wie Textil- und Akzidenzdruckereien aufgeteilt. Dies ermöglicht einen besseren Einblick in die aktuellen und zukünftigen Strategien der verschiedenen Gruppen.

Die wichtigsten Ergebnisse

Wie in den letzten Jahren betrachten die Unternehmen die Entwicklung der Branche grundsätzlich optimistisch und erwarten Umsatzwachstum.

  1. Trend zur „Mass Customisation“ – Maßgefertigte Massenware

Mehr als 50% der Befragten geben an, dass die Nachfrage nach schnellerem Durchsatz, kurzfristigen Druckterminen, Just-in-time-Herstellung und Personalisierung weiter steigt. Die Anforderungen der Kunden in diesen Bereichen sind stark gestiegen.

  1. Kommerzieller Druck & Reprographie

Der Digitaldruck dominiert den Umsatz. Die 311 Befragten im klassischen Druck berichten, dass Digitaldruck mit 36 % den wesentlichen Teil des Umsatzes ausmacht, gefolgt von 21 % aus Großformatdruck und 25 % aus traditionellen Drucktechnologien (z. B. Offset, Rollenoffset, Tiefdruck oder Flexo).

Bei der Investition in neue Technologien sind die befragten Druck- und Reprographiker zurückhaltend und bevorzugen UV Inkjet und wässrige Drucker. Die durchschnittliche erwartete Investition in Ausrüstungen beträgt 224.000 €.

Zu den wichtigsten Softwareinvestitionen gehören

  • Cloud-basiertes Content-Management (33%),
  • erweiterte Farb-, Verwaltungs- und Qualitätskontrolle (32%)
  • Web-to-Print (31%).
  1. Verpackung

Zu den wichtigsten Segmenten, die von Verpackungsdruckern bedient werden, gehören Lebensmittelmarken (43%), Gesundheit und Schönheit (41%), Feinkost (36%) und alkoholfreie Getränke (33%).

Der Digitaldruck macht in der Verpackungsdruckindustrie etwa 30 % bis 40 % aus. Das durchschnittliche Druckvolumen für den Digitaldruck beträgt etwa 2.277m².

60 % der Verpackungsdrucker geben an, dass sie UV-Flachbett- oder Hybriddrucker besitzen.

  1. Textilien / Stoffe

Aktuelle und zukünftige Anwendungen für Textildrucker konzentrieren sich auf Kleidungsstücke, bei denen die Vorteile des Digitaldrucks (z. B. Geschwindigkeit, kreative Vielfalt und Individualisierung) die laufende Akzeptanz fördern. In Zukunft werden technologische Innovationen im Pigmentdruck und bei hochechten Färbemitteln die Nachfrage im Dekorsegment wahrscheinlich erhöhen.

Die Einhaltung von Farbkonsistenzstandards und die Erschließung neuer Segmente sind für Textildrucker von großer Bedeutung.

Bei den Anschaffungsplänen stehen Sublimationsdrucker (32 %) und Pigmentdrucker (24 %) in den nächsten zwei Jahren an erster Stelle. Der durchschnittlich erwartete Kaufpreis beträgt 243.000 €.

Textil-Direktdruck (Direct to Garment – DTG)

Der Großteil der Umsätze im Segment der Bekleidungsdekoration (70 %) stammt aus analogen Technologien. Gleichzeitig steigt der Wert des Druckgeschäfts jedoch in Richtung Digitaldruck, wobei 55 % auf den analogen Druck, 28 % auf den digitalen Transferdruck und 17 % auf den direkten Tintenstrahldruck entfallen.

Die Investitionen in den nächsten zwei Jahren werden hauptsächlich in gewerbliche Einstiegs-DTG (12 %), industrielle High-Level-DTG (12 %) und industrielle Mid-Level DTG (12 %) Geräte erfolgen. Auffällig war, dass 12 % dieser Befragten auch beabsichtigen, Rolle-zu-Rolle Sublimationstechnologien zu kaufen.

Die Befragten drucken monatlich durchschnittlich 7.500 Shirts. Viele davon werden mit einer oder 2+ Sonderfarben gedruckt (47 %), aber die Mehrheit (53 %) wird mit CMYK auf dunklen oder hellen Materialien gedruckt.

 

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