Allheilmittel Print

Das sollten Werber wissen: Werbeurgestein Thomas Koch hat beim VÖZ Print Breakfast ein Plädoyer für Print gehalten und gezeigt, dass bei Online auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Print unverzichtbar für Markenaufbau
Weltweit sinkt die Werbewirkung, daher ist es wichtig, auf Medien zu setzen, die Reichweite besitzen. Und Zeitungen haben sie nach wie vor.
Die Nettoreichweite für Tageszeitungen liegt in Österreich lt. aktueller Mediaanalyse bei 62,3 %.

Display-Werbung ist tot, viele Clicks fake
In Deutschland haben Werber rd. 2 Milliarden Euro netto in Online-Werbung investiert. Aber war es das wert? Laut Thomas Koch sicher nicht! Denn lagen die Klickraten zu Beginn der kommerziellen Internet-Nutzung in den 90er-Jahren noch bei 40 %, sind diese dann irgendwann bei 2 % gelandet um jetzt auf ein Promille (!) abzurutschen.
„Bei Messungen stellte die New York Times fest, dass die Hälfte aller YouTube Clicks von Bots, also Robotern stammen. 87 % der Bewertungen von Amazon sind ebenfalls fake,“ so Koch weiter.

Digitale setzen selbst auf Analog
Selbst Onliner wie Apple, Facebook und Co. setzen für Ihre eigene Werbung auf Print und andere klassische Werbeformen. Auch das Video-Streaming Portal Netflix will lt. Guardian ein Printmagazin mit dem Namen „Wide“ launchen und ein historisches Kino kaufen, um dort Eigenproduktionen zu präsentieren.

» Print ist und bleibt das Allheilmittel gegen Marketing-, Werbe- und Media-Beschwerden aller Art. «
Thomas Koch

Best-practice: Online-Lieferdienst „getnow“ setzt auf Print & Radio
Koch lieferte auch ein interessantes Beispiel aus der New Economy Szene. Der Online-Lieferdienst „getnow“ hat Tests mit Tools wie SEA, Facebook und Affiliate Marketing gemacht und schnell gesehen, dass ohne Brand Traffic den meisten Formen des digitalen Performance Marketings sehr schnell die Luft ausgeht. Der Start der lokalen Radiowerbung hat jedoch das Sechsfache an Neukunden gebracht und bei der Zeitungswerbung lag der ROI sogar um den Faktor 20 über der digitalen Werbung.

Foto © Katharina Schiffl